Gesund

in der Region

Neue Grundlagen für die Pflege

Viele bekommen mehr

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Ab 2017 tritt das zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) in Kraft.

„Ein Meilenstein für die Pflegebedürftigen und alle, die in unserem Land tagtäglich ihr Bestes geben, um für Pflegebedürftige da zu sein,“ meint Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

Jährlich stehen damit rund fünf Milliarden Euro zusätzlich für die Pflege zur Verfügung. Und die drei Pflegestufen werden durch fünf Pflegegrade ersetzt. Was muss man tun, um das zu bekommen, was einem an Leistungen künftig zusteht? Das wollte GESUND in der Region von Pflegefachmann Christian Sperlich, Leiter im Pflegestützpunkt Cham wissen.

20 Jahre nach Einführung gibt es nun neue Grundlagen bei der sozialen Pflegeversicherung. Gleichberechtigung bei den Leistungen – unabhängig davon, ob sie an körperlichen Beschwerden oder an einer Demenz erkrankt sind. Das bedeutet doch letztendlich mehr Hilfe für Pflegebedürftige, eine bessere Absicherung der pflegenden Angehörigen und mehr Zeit für die Pflegekräfte?

 

Christian Sperlich: Wer bereits Leistungen der Pflegeversicherung bezieht, wird per Gesetz automatisch in das neue System übergeleitet. Niemand muss einen neuen Antrag auf Begutachtung stellen. So wird für die Betroffenen unnötiger zusätzlicher Aufwand vermieden. Dabei gilt: Alle, die bereits Leistungen von der Pflegeversicherung erhalten, bekommen diese auch weiterhin mindestens in gleichem Umfang, die allermeisten erhalten sogar deutlich mehr.

 

Ist das neue Pflegegesetz „gerechter“ ?

 

C.S.: Vor 20 Jahren hatte man die Grundpflege im Blick. Hilfen, die z. B. bei Ankleiden, Essen oder Körperpflege nötig sind. Nun können sich zwar demenzkranke Menschen selbst anziehen, essen oder waschen, trotzdem benötigen sie ein hohes Maß an Betreuung. Dies wird künftig berücksichtigt. Ein Demenzkranker, der z. B. bisher mit Pflegestufe 0 monatlich 231 Euro für Sachleistungen erhalten hat, wird künftig fast das Dreifache bekommen. Dieses Geld kann dann für stundenweise Betreuung genutzt werden. Zum Beispiel können damit dann unsere Pflegefachkräfte die pflegenden Angehörigen entscheidend entlasten und ihnen ein kleines Stück „normalen Alltag“ zurück geben. 

 

Ungefähr 2,7 Millionen Pflegebedürftige werden zum 1. Januar 2017 automatisch in einen der neuen Pflegegrade übergeleitet. Wie sieht die Umgestaltung in die neuen Pflegegrade im Einzelnen aus?

 

C.S.: Konkret gilt die Formel: Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen werden automatisch von ihrer Pflegestufe in den nächst höheren Pflegegrad übergeleitet. Beispiele: Pflegestufe I wird in Pflegegrad 2, Pflegestufe III wird in Pflegegrad 4 übergeleitet. Menschen, bei denen eine dauerhafte erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz festgestellt wurde, also zum Beispiel Menschen mit geistigen Einschränkungen kommen automatisch in den übernächsten Pflegegrad. (Beispiel: Pflegestufe 0 wird in Pflegegrad 2, Pflegestufe II mit eingeschränkter Alltagskompetenz wird in Pflegegrad 4 übergeleitet.)

 

Alle, die bereits Leistungen erhalten, bekommen diese mindestens in gleichem Umfang weiter, die Meisten aber bekommen sogar mehr ?

 

C.S.: Mit dem zweiten Teil der Pflegereform stehen dem weitaus größten Teil unserer Klienten höhere Zuschüsse aus der Pflegeversicherung zur Verfügung. Seit vielen Jahren stehen wir den Menschen in der Region mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um die Pflege geht.  Und natürlich helfen wir auch bei diesen wichtigen Änderungen, und informieren gerne alle Interessierten kostenlos und unverbindlich, erarbeiten unseren Kunden individuelle Vorschläge und sagen ihnen, wie die neuen Beträge mit größtmöglichem Nutzen für jeden verwendet werden könnten. Rufen Sie einfach an und vereinbaren einen kostenlosen Gesprächs­termin im Pflegestützpunkt Cham.

 

Fotos: © Sperlich; aletia2011, Photographee.eu - fotalia.de

 

 

Pflege Sperlich Cham

Christian Sperlich

Fachkrankenpfleger für Innere- und Intensivmedizin, unter anderem Manager für das Gesundheits- und Sozialwesen TÜV/Süd und Pflegeberater. 1996 gründete Christian Sperlich nach fast 10-jähriger Tätigkeit als Krankenpfleger und erfolgreicher Weiterbildung zum Fachkranken­pfleger für Innere und Intensivmedizin im Klinikum Straubing den Häuslichen Pflegedienst Christian Sperlich. Sein Unternehmen mit allen Kassenzulassungen beschäftigt heute 78 Mitarbeiter. Betreut werden Patienten in einem Umkreis von 60 Kilometern von Roding bis Arnschwang und Tiefenbach bis Stallwang.

 

 

 

Tel: (0 99 71) 7 66 57 57

www.pflegedienst-cham.de

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Titelfoto: Random House Susanne Krauss

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