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Titelfoto: R. Dorn

 

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Das hat er in den Genen!

Diesen Satz haben Sie vielleicht auch schon mal gehört.

Aber dahinter steckt ein spannendes Thema. Wie lange wir leben, wie glücklich wir sind, welche Talente wir haben und vor allem welche Krankheiten wir vielleicht noch bekommen…..kann man das alles aus unseren Genen lesen? Zumindest was die Krankheiten angeht, ist die genetische Diagnostik aus der praktischen Medizin kaum noch wegzudenken.

 

Die genetische Diagnostik wird in der Weiterentwicklung wohl dazu führen, dass eine Vielzahl von erblichen Erkrankungen oder Risiken zur Erkrankung wesentlich früher entdeckt werden können. Einer erblich bedingten Erkrankung liegt eine Funktionsbeeinträchtigung zugrunde, die so gravierend ist, dass der Organismus sie alleine nicht kompensieren kann. Mit einer guten humangenetischen Beratung kann die genetische Diagnostik für Menschen, die von einer schweren Krankheit betroffen sind oder ihr Auftreten bei sich oder ihren ungeborenen Kindern befürchten, eine große Hilfe sein.

 

Im Biologicum hat die Zukunft längst begonnen

 

Hier gehören genetische Analysen bereits zum Alltag. Jeder Mensch hat eine einmalige Kombination varianter Genotypen. Man schätzt, dass der Genpool der Menschheit elf Millionen Varianten enthält. Nur wenige von ihnen dürften allerdings diagnostisch bedeutsam sein. Ein Teil der Varianten ist sehr wahrscheinlich die Basis für Erkrankungen und Krankheitsdispositionen. Die Untersuchung verschiedener genetischer Faktoren ist relativ einfach und deswegen sollte man diese auch diagnostisch nutzen.

 

Ein Gentest ist nicht kompliziert

 

Im Biologicum wird eine genetische Diagnostik mit einer kleinen Menge Blut oder Speichel durchgeführt. In der Regel werden für einen Gentest verschiedene Zellen aus dem Blut untersucht. Aus diesen Zellen wird das Erbgut isoliert und mit einem hochsensiblen Verfahren der genetische Code ausgelesen. Durch einen Vergleich der genetischen Codes werden dann unterschiedliche Gene oder Veränderungen in den jeweiligen Genen sehr genau erkennbar. Natürlich muss diese genetische Analyse in einem qualifizierten Labor durchgeführt werden und es kann mehrere Wochen dauern, bis das Ergebnis vorliegt.

 

Was bedeuten genetische Veränderungen?

 

„Gene sind an nahezu allen Vorgängen und Funktionen im Körper direkt oder indirekt beteiligt,“ erklärt Dr. med. Richard Straube vom Biologicum. „In den Genen steckt der Aufbau vieler Proteine, die alle spezifische Aufgaben in Organismus und Stoffwechsel haben. Ist ein Gen verändert, so kann es auch seine zugehörigen Proteine verändern. Dies führt dazu, dass diese Proteine falsch oder gar nicht mehr funktionieren. So können Stoffwechselvorgänge empfindlich gestört werden. Wenn eine Zelle ein ‚falsches‘ Protein produziert, macht dies Symptome. Manche Veränderungen sind nicht direkt merklich, andere jedoch deutlich.“

 

Dr. med. Richard Straube schildert ein leicht verständliches Beispiel: „Medikamente gehören für viele Patienten zum Alltag. Manchmal wirken sie sehr gut, manchmal jedoch gar nicht oder völlig anders als ursprünglich erwartet. Über einen Gentest kann man feststellen, ob ein Medikament vom jeweiligen Patienten vertragen wird und ob dieses Medikament auch effektiv wirkt. Es wird auch ersichtlich, ob der Abbau dieser Medikamente über die jeweiligen Ausscheidungswege störungsfrei funktioniert. Somit kann man effektiv verhindern, dass man (manchmal über Jahre hinweg) ein Medikament einnimmt, welches evtl. gar nicht wirkt oder im Stoffwechsel nicht ordentlich abgebaut werden kann und zur Belastung für den Organismus wird.“

 

 

Das Risiko genetisch bedingter Erkrankungen

 

Tritt in einem Familienverbund eine spezielle Erkrankung sehr häufig auf, kann das ein gezielter Hinweis auf ein erhöhtes, erblich bedingtes Risiko für diese Erkrankung sein. In solchen Fällen kann ein Gentest sehr hilfreich sein. Er zeigt klar auf, welche Genvariante ein Mensch und seine Verwandten in sich tragen.

Eine genetisch bedingte Schwäche führt jedoch nicht automatisch zu einer Erkrankung. Wenn beispielsweise die Großmutter und die Mutter verstärkt mit Krampfadern zu tun hatten, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass die Tochter diese ebenfalls bekommt. Man neigt vielleicht eher dazu als genetisch nicht vorbelastete Personen, kann jedoch durch einen entsprechenden Lebensstil und verschiedene therapeutische Maßnahmen erfolgreich dafür sorgen, dass man eben keine Krampfadern bekommt. Voraussetzung ist natürlich, dass man über die eigene genetische Situation genau informiert ist.

 

 

Genaue Ursachenforschung vor jeder Therapie

 

Das ist der Leitsatz im Biologicum im Gesundheitspark am Regenbogen in Cham. Warum reagieren Menschen mit der gleichen Belastung sehr unterschiedlich? Oder warum erkranken auch Menschen ohne Belastung? Hier kann die Genetik in Verbindung mit einer klugen Anamnese Aufschluss bieten, da man die individuellen Gesichtspunkte eines jeden Organismus und Stoffwechsels immer mit einbeziehen sollte.

 

Natürlich ist die Genetik nur ein Faktor in der Beurteilung einer Gesamtsituation. Des Weiteren gibt es natürlich noch Faktoren wie Lifestyle, Ernährung, erworbene Erkrankungen (z.B. Infektionen oder Parasitosen) Umweltgifte, psychische Faktoren und vieles mehr. Im Biologicum Cham hat man es sich zur Aufgabe gemacht, eine Beurteilung der Gesamtsituation vorzunehmen und alle relevanten Faktoren mit einzubeziehen.

 

Dr. med. Dieter Schmidt, neu im Ärzte-Team des Biologicums, und Dr. med. Richard Straube sind überzeugt:

 

Nur wenn man ein komplettes Bild von einem Patienten hat, kann man auch effektiv therapieren.

 

Ein persönliches Beratungsgespräch klärt meist alle offenen Fragen. Das Praxisteam des Biologicum Cham informiert Sie gerne.

 

 

www.gesundheitspark-cham.de

 

 

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