Gesund

in der Region

REGIONALE LEBENSMITTEL

und ihre tatsächliche Herkunft

 

Wer saisonale Lebensmittel aus der Region kauft, bekommt nicht nur besondere Frische und Geschmack, sondern unterstützt die lokalen Produzenten und tut zugleich etwas für den Klima- und Umweltschutz.

Immer mehr Verbraucher greifen beim Einkauf zu regionalen Produkten. Aber es ist schwierig, diese auch ausfindig zu machen. Unterschiedlichste Siegel gaukeln den Verbrauchern aber nur die regionale Herkunft vor. Die Verbraucherzentrale Bayern rät: Lassen Sie sich nicht von unbestimmten Werbebegriffen wie „aus der Region“ oder „von hier“ täuschen und achten Sie viel mehr auf konkrete Regionsangaben. Diese findet man im „Regionalfenster“ auf der Verpackung, die sicherste Möglichkeit, echte regionale Produkte zu erkennen.

 

 

Das Problem: Die Regionalität ist rechtlich nicht geschützt. Es gibt keine gesetzliche Definition für den Begriff REGIONAL. Es kann zum Beispiel sein, dass das Lebensmittel zwar in der Region hergestellt wurde, die Rohstoffe aber von ganz woanders kommen. Manchmal ist zum Beispiel auch nur die Rezeptur in einer bestimmten Region beliebt. Immer wieder gibt es bei der Verbraucherzentrale Beschwerden von enttäuschten Kunden, die ein als regional angepriesenes Produkt gekauft haben und später feststellen, dass es in Wirklichkeit von weit her kommt.

Das verstehen die Supermärkte unter Regionalität

Auch bei den Discountern ist das regionale Angebot mit Eigenmarken im Sortiment groß. Allerdings definiert jeder Händler „Regionalität“ unterschiedlich. Lidl erklärt, dass „regionale Spezialitäten unabhängig von der Herkunft der Zutaten“ als regionale Produkte zählen. Edeka betont zwar die große Bedeutung von regionalen Produkten, wagt sich aber nicht an eine eigene Definition.

Rewe scheint das Thema wesentlich ernster zu nehmen. Hier versteht man unter einer Region „Bundesländer wie Bayern, kulturelle Regionen wie das Frankenland oder bekannte Anbaugebiete wie den Bodensee.“ Ähnlich definiert auch Aldi die Region.

 

 

Die Verbraucherzentrale empfiehlt Siegel, die bayerischen Kunden wirklich Klarheit über die Herkunft von Lebensmitteln geben.

 

Das Siegel für Bayern:

Geprüfte Qualität Bayern

 

Bei dem Siegel sind gute Kriterien hinterlegt, die regelmäßig überprüft werden. Hier kann man sicher sein, dass das Produkt komplett aus Bayern kommt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das kombinierte Siegel:

Bayerisches Bio-Siegel

 

Bei diesem Siegel wird die Regionalität mit dem biologischen Anbau kombiniert. Produkte mit diesem Siegel kommen aus der Region und gleichzeitig gelten die besonders strengen Kriterien der Öko-Anbauverbände.

 

 

 

 

 

 

 

Das maximal transparente Siegel:

Regionalfenster

 

Beim Regionalfenster ist immer angegeben, wo die Rohstoffe herkommen und wo sie verarbeitet werden.

Bei einem zusammengesetzten Produkt wird zusätzlich angegeben, wie viel Prozent der Zutaten aus Bayern kommen.

 

 

 

Siegel ©Regionalfester Service GmbH;

 

 

Bayerisches Staatsministerium für Ernährung und Landwirtschaft;

 

Textauszüge: Verbraucherzentrale Bayern

 

 

 

 

 

Titelfoto: Random House Susanne Krauss

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