Hubertus Meyer-Burckhardt

Du musst das Leben nicht verstehen,

dann wird es wie ein Fest.


Hubertus Meyer-Burckhardt gewann bereits als TV-Produzent einige Preise, aber die meisten von uns kennen ihn an der Seite von Barbara Schöneberger als Moderator der „NDR Talk Show“ oder als schlauen Kopf im Rateteam bei „Kaum zu glauben“. Er war mittendrin im Mediengeschäft, als plötzlich und völlig unerwartet 2017 eine Krebsdiagnose seine Sicht aufs Leben komplett veränderte.


Bei Markus Lanz im ZDF erzählt er, wie er am Geburtstag seiner Frau vor einer Kirche in Berlin stand, weil ausgerechnet an diesem Tag auch die Beerdigung einer engen Freundin stattfand. Und genau da kam der Anruf mit dem Befund. Zwei Geschwülste – bösartig. Dieser Moment hat vieles in seinem Leben neu justiert: das Bewusstsein des Endlichen, seine Gefühlswelt. Überraschenderweise sagt er später, er empfinde im Moment das größte Glück seines Lebens. Die Krankheit habe ihn freier gemacht, als hätte der Gedanke an die eigene Endlichkeit inneren Ballast gelöst. Gegenüber der „Welt“ meinte er, die Diagnose sei für ihn wie ein Weckruf gewesen, aber die beiden Geschwülste seien klein und glücklicherweise sehr faul, wie er es damals formulierte. Auf gut Deutsch: Sie wachsen sehr langsam.


Auf Anraten seiner Frau, der Journalistin Dorothee Röhrig, hat er den beiden Tumoren Namen gegeben, denn … gegen etwas Namenloses lasse sich schlecht kämpfen, so die starke Frau an seiner Seite. Angelehnt an zwei Autoren, die er verehrt, heißen die beiden Tumore seitdem „Kafka“ und „Shaw“, nach Franz Kafka und George Bernard Shaw, und sind unter Kontrolle.


Es liegt nahe, dass er seinen „Circle of Life“, das, was er erlebt und was ihn verändert hat, was er seit der Diagnose versucht, besser zu machen, auch literarisch verarbeitet. Das tat er erfolgreich schon 2021. Sein Buch „Die ganze Scheiße mit der Zeit – meine Entdeckung des Jetzt“ wurde Spiegel-Bestseller, genau wie der im letzten Jahr erschienene Titel „Die Sonne scheint immer. Für die Wolken kann ich nichts.“

Seit 2008 moderiert Hubertus Meyer-Burckhardt wieder gemeinsam mit Barbara Schöneberger die „NDR Talk Show“.
Millionen TV-Zuschauer kennen ihn als Ratefuchs im Team bei „Kaum zu glauben“.  
Bernhard Hoëcker, Hubertus Meyer-Burckhardt,  Kai Pflaume,  Stephanie Stumph und Wincent Weiss.

Nun geht der Moderator einen ganz anderen Weg. „Das Buch meines Lebens haben Klügere geschrieben.“ 90 Zitate hat er in 50 Jahren in einem inzwischen abgegriffenen Büchlein gesammelt. „Zitate, die mir geholfen haben, das Leben zu verstehen. Sie haben mich inspiriert, getröstet, ermutigt und amüsiert“, so der Autor. „Ein gutes Zitat öffnet eine Tür und weht Sauerstoff in das eigene Gehirn. Es animiert dazu, über das Leben nachzudenken, und darüber, ob man nicht eigentlich ein ganz anderes führen sollte. Auch wenn die Zitate alle von Klügeren stammen, so ist es doch ein Resümee meines Lebens“, sagt Hubertus Meyer-Burckhardt. „Würde man mich heute fragen, welches Zitat mein liebstes sei, fiele meine Wahl wohl auf Rilke: ‚Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest.‘ Ich lese diese Zeilen auch als Aufforderung an mich, statt zu grübeln, die Welt staunend wie ein Kind zu betrachten und mich immer wieder neu einzulassen. Oder etwas profaner ausgedrückt: „Reise vor dem Sterben. Sonst reisen deine Erben.“ Diesen Satz hat Hubertus Meyer-Burckhardt mal auf der Autobahn am Heck eines Wohnmobils entdeckt.   

Hubertus Meyer-Burckhard

Hubertus Meyer-Burckhardt


Das Buch meines Lebens 

haben Klügere geschrieben


90 Zitate, die mich immer wieder begeistern


ISBN 978-3-453-21925-0