„Menschen sind nach ihrer Operation, Chemo- und Strahlentherapie oft einfach nach Hause geschickt worden“, erinnert sich Dr. med. Heinz Mastall 1982. „Das wollten wir so nicht hinnehmen und gründeten einen Verein als starker Partner an der Seite von Betroffenen.“

– die beste Unterstützung für den Körper …
… eine der elementarsten Aussagen der Gesellschaft für Biologische Krebsheilkunde e. V. (GfBK), damals vor mehr als 40 Jahren gegründet als unabhängiger, gemeinnütziger Verein, der seitdem Krebspatienten, Angehörige und Therapeuten da unterstützt, wo die üblichen medizinischen Leitlinien zu Ende sind. Die Lücke, die für Patientinnen und -patienten durch die Diagnose Krebs und das darauf folgende Therapieangebot entsteht, ist manchmal groß, menschlich wie medizinisch. Dass mit der Gesellschaft eine wichtige Lücke geschlossen wurde, zeigt wohl auch die Tatsache, dass die GfBK mit über 13.000 Mitgliedern und Förderern zur mittlerweile größten Beratungsorganisation für ganzheitliche Medizin gegen Krebs im gesamten deutschsprachigen Raum geworden ist.
Mit hoher fachlicher Kompetenz setzt man sich für eine individuelle, menschliche Krebstherapie ein, in der naturheilkundliche Methoden besonders berücksichtigt werden. Man möchte die Selbstbestimmung und Eigenverantwortung der Patientinnen und Patienten fördern, indem man zur schulmedizinischen Therapie begleitend weitere Möglichkeiten aufzeigt und für viele Betroffene ganz neue Horizonte öffnet. Weil man sich auch bei biologischen Therapieverfahren und komplementären Therapiemöglichkeiten sowie neuen therapeutischen Verfahren bestens auskennt, können Betroffene immer mit großer fachlicher Kompetenz informiert und ganz individuell beraten werden.
Das war im Kern das Anliegen engagierter Ärzte aus Praxis und Forschung. „Die Zeit des ‚Entweder – Oder‘ ist längst vorbei“, fasst Dr. Heinz Mastall den heutigen Stand der Entwicklung zusammen. „So kann die GfBK heute Betroffenen Möglichkeiten an die Hand geben, wo früher ‚Abwarten‘ verordnet war. Eine Informationsgrundlage und – immer wieder – Orientierung zu schaffen, ist eine wichtige Aufgabe des Beratungsdienstes, ebenso wie Ermutigung, sich gerade auch bei schwerer Erkrankung um die eigene Gesundheit zu kümmern!“, betont Mastall, Gründungsmitglied und heute Präsident der Gesellschaft.
Hilfe von Anfang an
Krebs – was nun? Lange Zeit hat man sich nach der Schockdiagnose Krebs und unsicheren Aussichten zurückgezogen.
Aus dem ersten Erschrecken und dem Schock wieder aufzutauchen, die eigene Situation wahrzunehmen und nicht vorschnell in blinden Aktionismus zu verfallen, das alles ist gemeint mit dem Rat der GfBK: „Nehmen Sie sich Zeit – lassen Sie sich Zeit“. Körper, Geist und Seele entwickeln nun individuelle Bedürfnisse und ein unterschiedliches Tempo. Hier steht oft nach einer Eigenrecherche im Internet ein Anruf, um erst einmal eine menschliche Stimme zu hören und sich im Dschungel der Informationen nicht zu verlieren.
Verlässliche, von wirtschaftlichen Interessen unabhängige, zuverlässige Information
Das ist es, was Betroffene jetzt brauchen, denn es stehen ja meist weitreichende Gesundheitsentscheidungen ins Haus. Die GfBK bietet viele Möglichkeiten, sich ein eigenes Bild zu verschaffen: Neben umfangreichen Informationen zur Krebserkrankung und zur ganzheitlichen, integrativen Krebstherapie werden in der persönlichen ärztlichen Beratung die Diagnose und der Therapieverlauf eingeordnet. Maßnahmen können individuell erklärt werden, um Patientinnen und Patienten eine eigene Entscheidung zu ermöglichen, auch wenn es um die medizinische Bedeutung von Ernährung, Bewegung und Entspannung zur Wirkung einer jeden speziellen Therapie geht.
Beratung und Begleitung
findet in den fünf Beratungsstellen in Heidelberg (Zentrale), Berlin, Hamburg, Wiesbaden und München – telefonisch und online – für Betroffene und Angehörige statt. Sehr zu empfehlen sind zudem die Patiententage der GfBK, die regelmäßig in Heidelberg stattfinden. In München werden ebenfalls Patiententage angeboten – dort in Kooperation mit dem Krankenhaus für Naturheilweisen.
Fachliche Vorträge und Fragerunden mit Expertinnen und Experten stehen im Vordergrund und man spürt: „Ich bin nicht allein“ und kann sich so mit anderen Betroffenen austauschen. Die Online-Community www.mein-biokrebs.de will zu gesunden Routinen im Alltag anregen.
Gesund leben – bei Krebs?
Dieses „Haus der Gesundheit“ steht auf vier Säulen: psychische Stabilisierung, Entspannung und Regeneration – körperliche Aktivierung, Bewegung – Stoffwechselregulation, Ernährung und Stimulierung des Immunsystems.
Wer in allen vier Säulen aktiv wird, kann mit einer gesundheitsfördernden Wirkung auch im Verlauf einer komplexen Krebserkrankung rechnen. Dies belegen mittlerweile auch Studien!
Und wenn Nebenwirkungen quälen?
„Nach wie vor leiden viele Krebsbetroffene unter oft schweren Nebenwirkungen und Folgen ihrer Therapien“, so Dr. med. Nicole Weis, Vizepräsidentin der GfBK. Naturheilkundliche Unterstützung gibt es bereits für die Vorbereitung des Organismus auf eine Operation, psychisch und körperlich. Naturheilkundliche Unterstützung kann bereits vor einer Operation sinnvoll sein – sowohl zur körperlichen als auch zur seelischen Vorbereitung. Auch vor und während belastender, das Immunsystem schwächender Therapien kann die GfBK Orientierung geben und ein begleitendes ganzheitliches Konzept mitentwickeln. Dazu gehören unter anderem die gezielte Einnahme von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Aminosäuren, um mögliche biochemische Ungleichgewichte im Körper auszugleichen.
„Wir beraten auch zu individuellen Ernährungstherapien, die angewandt werden können bei Chemotherapie und Bestrahlung oder auch bei starkem Gewichtsverlust, wenn Fett- und Muskelgewebe zu sehr abgebaut werden“, erklärt Dr. Nicole Weis.
Auch bei häufigen Nebenwirkungen von Chemotherapien, etwa Nervenschädigungen, Mundschleimhautentzündungen oder Verdauungsbeschwerden, können naturheilkundliche Maßnahmen unterstützend eingesetzt werden, begleitend zur onkologischen Therapie, aber auch vorbereitend. „Gerade hier lohnt es sich, die Möglichkeiten der Naturheilkunde frühzeitig mitzudenken“, so Dr. Nicole Weis.
Gesellschaft für
Biologische Krebsheilkunde e. V.
Voßstraße 3, 69115 Heidelberg
Tel: 06221-13 80 20
E-Mail: information@biokrebs.de
Weitere Beratungsstellen in Berlin, Hamburg, München und Wiesbaden






