
Auf anderen Wegen
zu einem besseren Leben
Eine Reihe mit Céline von Knobelsdorff
Die Monate äußerer Dunkelheit sind für unseren Kulturkreis ein wichtiger Bestandteil zur Regeneration. Aber nutzen wir sie wirklich dafür oder wird die „Dunkle Jahreszeit“ durch ständig zunehmende Elektrifizierung immer heller? Dabei hilft das zyklisch schwindende Licht auf heilsame Weise, unsere eigene Leuchtkraft wieder zu gewinnen und den unermesslichen Reichtum gesundheitlicher Resilienz zu nutzen. Es ist die Zeit zur inneren Einkehr und Wiederaufnahme mit unserer inneren Bilderwelt.
Wenn uns etwas bedrückt, zu viel geworden ist, wenn uns Entscheidungen bedrängen, dann wirkt sich das wie ein schleichendes „Nervengift“ aus. Dabei kann es länger äußerlich nicht sichtbar sein, dass unser inneres Gleichgewicht gestört ist. Die wenigsten können und wollen darüber Worte „verlieren“. Dennoch machen wir Aussagen wie „Das geht mir auf die Nerven“ oder „Das stößt mir sauer auf“ und der erste Reflex von den meisten Menschen darauf ist: ihre Probleme mit Mitteln aus der Apotheke zurückzudrängen.
Menschen, die zu mir kommen, haben das alles bereits versucht und finden dennoch zu keiner anhaltenden Balance. Sie sind unzufrieden, dass sie nicht mehr so „funktionieren“, wie sie es gewohnt sind. In ihnen türmen sich negative Regungen und zu gerne möchten sie sich einfach nur wieder gut FÜHLEN.
Hier kommen die Bilderwelten ins Spiel. Jede Befindlichkeit möchte „gesehen“ werden, und zwar von unseren eigenen inneren Augen. Das gelingt sehr einfach, denn, wenn wir unsere Gefühle wieder beschreiben, statt zu definieren oder zu diagnostizieren, benutzen wir die Bildersprache. Und im Umschreiben löst sich bereits der Pfropfen von all dem Druck, der auf den Empfindungen lastet. Das Beschreiben führt weg vom Bewerten, öffnet zugleich den Raum für Lösungen und für psychische Stärke. Menschen, die mit der „Bildersprache“ bereits vertrauter sind, können in einer Sitzung bei mir spontan darauf zugreifen. Grundsätzlich tragen wir alle die Fähigkeit hierfür in uns, denn als Kind war dies ja der Beginn, sich auszudrücken. Menschen mit weniger Zugang zu dieser „Bildersprache“ werden von mir mit meinen „holographischen Reisen“ zurückgeführt in diese Sprache.
Fasziniert von der inneren Sinneswelt
Wir schließen die Augen, um unseren Fokus auf unsere innere Wahrnehmung zu lenken. Dabei ist es jedes Mal absolut faszinierend, wie überrascht die Menschen von ihrer inneren reichen Sinneswelt sind. Noch berührender wird es, wenn sie erleben, wie schnell Veränderungen in ihnen stattfinden können und wie unmittelbar ihr Zugriff darauf ist. Allein, dass sie in einen bewertungsfreien Kontakt mit sich selbst gekommen sind, sich authentisch erleben konnten, ist bereits der Einstieg zur Heilung.
In einer Welt, die mit Konkurrenz, Beschleunigung und Rastlosigkeit zu kämpfen hat, kann das Eintauchen in die eigene Innenwelt zu einer heilsamen Auszeit werden. Die Wintermonate sind eine Einladung, die Dunkelheit zu nutzen, konstruktiv, selbstfürsorglich und vielleicht dafür weniger konsumierend.

Céline von Knobelsdorff, Psychologische Beraterin und Autorin,
verhilft Menschen, ihr gesamtes Potenzial zu entfalten und begleitet sie durch individuelle Prozesse mit ihrem profunden Erfahrungsschatz. Sprachgewohnheiten und Sprachverbundenheit zeichnen ihre effektive Arbeitsweise aus. Auf ihrem YouTube Kanal „Wort&Wandel“ trägt sie ihr tiefes Wissen gemeinsam mit wertvollen Gesprächspartnern in die Welt. https://www.youtube.com/@wortundwandel
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