
Große menschliche Tragödien spielen sich meist in weiter Ferne ab. Zum Glück schauen Hilfsorganisationen „weit über ihren Tellerrand hinaus“!
Damit das Schlimme
nicht ganz so schlimm ist
Der Kampf gegen Ebola
Für Deutschland besteht laut offiziellen Statements ein äußerst geringes Risiko, im Kongo gab es bis Mitte Mai mehr als 1.000 Verdachtsfälle und über 200 mutmaßliche Todesfälle. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht von wesentlich höheren Zahlen aus und hat längst den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Laut Hilfsorganisationen und den Vereinten Nationen erschweren auch die drastischen Kürzungen bei der humanitären Hilfe die Eindämmung der Infektionskrankheit. Aber die Helfer*innen stehen an der Seite der Menschen und riskieren nicht selten bei den Einsätzen ihr eigenes Leben.
Da sich Ebola leicht über Körperflüssigkeiten übertragen kann, bauen Mitarbeitende von Malteser International in der nordöstlichen Provinz Ituri die Wasserversorgung in den Gesundheitsstationen und den Gemeinden weiter aus und verteilen wichtige Schutzausrüstung für das Personal, Desinfektionsmittel, Handschuhe, Masken und Seife und errichten Handwaschstationen, erfahren wir von Ludmila Lobkowicz, Gesundheitsexpertin von Malteser International. Derzeit sind im Kongo 151 Mitarbeiter im Einsatz.
Auch die Johanniter sind schon lange fest entschlossen, den am stärksten betroffenen Menschen eine grundlegende Gesundheitsversorgung zu bieten. In vier provisorischen Notunterkünften bieten sie dringend benötigte medizinische Hilfe an. Jedoch hat sich die Situation für die Menschen im Kongo durch die eskalierende Gewalt dramatisch verschlechtert. Tausende mussten ihre Heimatorte verlassen und in unsichere und überfüllte Vertriebenencamps flüchten. Diese Camps bieten kaum die notwendigsten Lebensbedingungen. Durch den Mangel an sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen können sich dort Krankheiten rasch ausbreiten.

Die Caritas leistet in der Demokratischen Republik Kongo schon länger eine der wichtigsten humanitären Hilfsaktionen in Afrika. Im krisengeschüttelten Osten versorgen lokale Caritas-Teams hunderttausende Vertriebene mithilfe von mobilen Wasseraufbereitungsanlagen mit Trinkwasser. In mobilen Kliniken kümmert sich die Caritas um Erkrankte, Verletzte und Unterernährte.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und die nationalen Rotkreuz-Gesellschaften sind im Kongo ebenfalls umfassend aktiv. Der Ausbruch des Ebolavirus erfordert besonders in der Region Bunia intensive Einsätze. Die Helfer:innen kümmern sich dort zum Beispiel um wichtige Isolierstationen für Betroffene. Dabei ist die Lage im Osten des Landes durch anhaltende Kämpfe humanitär äußerst kritisch.
Nicht wegsehen, weil uns das alles nicht betrifft, sondern aktiv helfen, um noch schlimmeres Leid zu verhindern. Vergessen wir nicht, dass die Mitarbeiter aller Hilfsorganisationen bei ihren Einsätzen oftmals selbst extremen Gefahren ausgesetzt sind und mithelfen! Für all diese wertvollen Arbeiten kann gespendet werden.






