Kynos Verlag gewaltfreie Erziehung

Mit Wissen und Herz statt mit Gewalt


Erziehung geht nicht ohne Beziehung, da ist für Schmerzreize, harte Strafen und Druck kein Platz! 


Gewaltfrei. Eindeutig der richtige Weg beim Hundetraining. Darüber sind sich Fachleute auch auf Basis neuer Verhaltensforschungen einig.


Gisela Rau, Geschäftsführerin beim Kynos Verlag mit riesengroßem Herz für Hunde: „Jahrzehntelang wurde ‚Führung und Gehorsam‘ auf Grundlage der Diensthundeabrichtung aus Militärtradition propagiert, in der ein Hund ein bedingungslos gehorchender Soldat auf vier Beinen ohne eigene Meinung sein sollte (was mit entsprechender Einschüchterung erreicht wurde). Zum Glück wandelte sich das Bild in den letzten 15–20 Jahren hin zum Lernen über Belohnung, sprich ‚positiver Verstärkung‘. Vereinfachte Grundregel: Statt dem Hund ständig zu verbieten, was er nicht tun soll, zeigt man ihm, was er tun soll (z. B. hinsetzen, wenn es an der Haustür klingelt), und belohnt dieses Verhalten.“


Das Problem ist: In letzter Zeit gibt es eine Entwicklung in der Öffentlichkeit und Hundeszene, die Training mit körperlicher Gewalt relativiert oder unter Begriffen wie „artgerechte Führung“ neu verpackt. Dabei kommen häufig auch psychische, emotionale, strukturelle und soziale Formen von Gewalt zum Einsatz.

Gisela Rau Kynos Verlag

Gisela Rau

Geschäftsführerin beim Kynos Verlag


„Wir brauchen keine Gewalt, sondern mehr Verständnis dafür, wie Lernen funktioniert und was Hunde brauchen!“

Deshalb startet KYNOS, der Fachverlag für Hundebücher, im Herbst eine Kampagne für gewaltfreies Hundetraining. In vier thematisch aufeinander abgestimmten Neuerscheinungen erfährt man alles für ein modernes, gewaltfreies und wissenschaftlich fundiertes Hundetraining.


Zahlreiche moderne Studien zeigen, wie Lernen bei Hund und Mensch tatsächlich funktioniert und welche zentrale Rolle soziale und emotionale Faktoren spielen.


Gisela Rau: „Weil Menschen es gerne einfach haben, wurden sowohl ‚Der muss gehorchen, weil ich das sage‘ als auch ‚Ich trainiere nur mit Futterbelohnung‘ zur Ideologie, ohne etwas ganz Grundlegendes zu verstehen: Sowohl Strafe als auch Belohnung sind nur ‚Techniken‘ oder ‚Werkzeuge‘. Der Hund ist aber keine Software, die man programmiert, sondern ein soziales Wesen, dem die Beziehung zu uns wichtig ist. Deswegen sollten wir ihn auch als eine Art ‚besten Freund‘ behandeln, ihn verstehen und vor allem respektieren! Der Mensch muss eher so etwas sein wie ein Coach, ein Navigationssystem, das dem Hund hilft, sich in einer ihm oft unverständlichen Welt zurechtzufinden. (Hunde wurden jahrhundertelang zum Jagen oder Bewachen gezüchtet, nun ist beides plötzlich ‚Problemverhalten‘ …) Wir müssen dem Vierbeiner Orientierung bieten, Sicherheit geben, die Welt erklären, aufseiten des Hundes stehen. Das erfordert auch Arbeit an uns selbst – das ist oft unbequem, aber nur wer selbst sicher ist, kann auch Sicherheit geben.“


Die vier Bücher zur Kampagne beschreiben, wie man neueste Verhaltensforschungen praxisnah, verständlich und alltagstauglich in die Welt des Hundetrainings übertragen kann und unterstreichen alle eine ganz klare Haltung: Training ohne Gewalt, basierend auf wissenschaftlicher Evidenz, Empathie und einer tragfähigen Mensch-Hund-Beziehung.

Die kompletten Nettogewinne aus den Buchverkäufen des Kynos‑Verlags fließen in die Kynos Stiftung „Hunde helfen Menschen“, eine beeindruckende Initiative, mit der Hunde als Alltagshelfer z.B. für Menschen mit Beeinträchtigung ausgebildet werden. Sie setzt aber anders als bei den üblichen „fremdausgebildeten Helferhunden“ auf eine begleitete Eigenausbildung von bereits vorhandenen Hunden durch ihre Besitzer in Zusammenarbeit mit qualifizierten Trainer*innen. Das hat den enormen Vorteil, dass man so auf eine bereits existente gute Bindung zwischen Hund und Halter*in bauen kann. 

Kynos Verlag

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