
... denn was wären die Geschichten aus der Polizeiwache Wolfratshausen ohne den „Riedl“, der von einem Fettnäpfchen ins nächste tappst und von seinen Kollegen manchmal ganz schön „getratzt“ wird … auch und gerade von Hubsi, dem Polizeikollegen Hubert aus der Serie, der im echten Leben tatsächlich sein Onkel ist! Was viele auch nicht wissen: Paul Sedlmeir ist der Urenkel des berühmten Paul Hörbiger, dessen Nichte ja die beliebte Schauspielerin Christiane Hörbiger war.
Da sollte man meinen, die Schauspielerei wäre Paul in die Wiege gelegt worden, aber eigentlich wär er gerne Zahnarzt geworden – genau wie sein Papa! Leider sprachen aber seine schulischen Leistungen dagegen und das finden die vielen Fans heute wahrscheinlich gar nicht mal so schlimm! Nach anfangs kleineren Rollen in Serien und Kurzfilmen kam 2011 der ganz große Durchbruch in der Kultserie Huber und Staller, die dann 2019 zu Hubert ohne Staller wurde.
Wie wandlungsfähig Paul Sedlmeir aber tatsächlich sein kann, zeigt er in der ZDF-Comedy-Serie „Sketch History“, in die er von Anfang an involviert war und die in drei aufeinander folgenden Jahren mit dem Deutschen Comedy-Preis in der Kategorie „Beste Sketch-Show“ ausgezeichnet wurde. Die urkomische Aufarbeitung geschichtlicher Ereignisse hat längst Millionen von Fans, dort schlüpft er immer wieder in die verrücktesten Rollen!
Manchmal Gast bei anderen Fernseh-Produktionen wie „Toni, männlich, Hebamme“ oder „Dahoam is dahoam“ war seine Stimme als Synchronsprecher schon bei „Herr der Ringe“ oder „Wir sind die Griswolds“ sehr gefragt. Doch hauptsächlich ist er als „Riedl“ vielleicht sogar der heimliche Star aus Hubert ohne Staller. Er ist da ja kein Trottel, wie er selbst sagt, sondern eher ein Pechvogel und genau das bringt ihm wohl diese große Sympathie, weil die Zuschauer so manche Situation im Film selbst gut nachvollziehen können.

"Hat nicht jeder irgendwann im Leben mal so einen Riedl-Moment?"
meint Paul Sedlmeir schmunzelnd.
Wodurch unterscheidet sich der radelnde Riedl aus der Serie am meisten vom privaten Paul Sedlmeir?
„Ich habe ein Auto. Und es ist ja nicht so, dass mich die Leute bitten vom Radl zu fliegen, wenn sie mich irgendwo treffen. Sie freuen sich immer sehr und mich freut das natürlich auch.“
Ein Millionenpublikum kennt Sie vom Fernseher. Kann man da noch unbehelligt in der Stadt bummeln gehen?
„Tatsächlich geht das ganz gut. Hätte ich meine Uniform an, würde das wahrscheinlich anders ausschauen.“
Jede Menge Spaß für die Zuschauer in der Serie – bei der Arbeit miteinander am Set ähnlich?
„Ja! Wir lachen wirklich sehr viel zusammen und das auch noch nach 15 Jahren Drehzeit.“
Die 13. Staffel wird derzeit ausgestrahlt und seit Februar laufen die Dreharbeiten zur 14. Staffel. Was machen Sie am liebsten in den Drehpausen?
“Essen! Das heißt, nach der Drehzeit muss erst mal abgespeckt werden …“
Man fragt sich, ob für einen TV-Profi wie Sie Fernsehen überhaupt noch Entspannung bringt …
„Logisch! Ein Abend ohne Fernseher? Schrecklich! Was gibt es Besseres, als sich mit der Familie zusammen irgendetwas anzuschauen? - In der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich.“
Was bringt Sie da persönlich zum Lachen?
„Serien, wie z.B. ‚Modern Family‘ oder ‚Monaco Franze‘.
Synchronsprecher im Studio, vor der Kamera voll beschäftigt, viel zu tun. Haben Sie ein Rezept, wie Sie sich fit halten?
„Ich spiele sehr gerne und regelmäßig Tennis mit Christian Tramitz.“
Tramitz ist ja sein Onkel, gegen den er dann auch schon mal gewinnt und sich so für das Tratzen von Tramitz in der Serie Hubert ohne Staller ganz elegant und sportlich „bedanken“ kann.
Und abschließend meint Paul Sedlmeir noch mit einem Lächeln:
„Eine Serie wie ‚Hubert und/ohne Staller‘“ ist ein absolutes Geschenk, für die Darsteller und auch für die Fans!“






