Bianca Dirigl - Private Tierhilfe Regensburg

WELTVERBESSERER

- kann jeder!


Allein im letzten Jahr unglaubliche 980 Igel, die von Bianca Dirigl und ihren privaten Helfern behandelt wurden. 80 Tiere wurden durch Mähroboter schwer verletzt oder getötet – Tendenz steigend. Muss das sein?


Sind wir nicht angeblich die Krönung der Schöpfung? Wir haben doch im Gegensatz zu den meisten Tieren die Fähigkeit, langfristig zu planen, nachzudenken über unseren Lebensraum und die Mitwesen? Wir wünschen uns Insektenvielfalt, eine intakte Natur, und pflastern unsere Vorgärten mit Steinen zu, weil’s weniger Arbeit macht. Für den super gepflegten Rasen sorgt der Mähroboter, weil’s eben auch bequemer ist. Die Welt der Igel indes wird immer unbequemer, immer kleiner und immer gefährlicher.


„Nach dem Straßenverkehr ist der Mähroboter mittlerweile die häufigste Todesursache bei Igeln!“, erzählt uns Bianca Dirigl von der Privaten Igelhilfe Regensburg. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat unseren heimischen Igel seit fast 2 Jahren auf der Roten Liste der bedrohten Arten! Damit gilt er offiziell als „potenziell gefährdet“. Die Ursache? Wir – der Mensch.


Igel rollen sich bekanntlich bei drohender Gefahr zusammen – ein tödlicher Fehler in der heutigen hochtechnisierten Zeit. Gerade junge Igel werden dadurch schwer verletzt, weil sie nachtaktive Tiere sind und viele Gartenbesitzer ihren Rasenroboter bisher zu nachtschlafender Zeit laufen ließen.


Schon vor vielen Jahren war das Leben eines Igels nicht ungefährlich. Tiere, die es „erwischt“ hatte, wurden dann oft von der bekannten Regensburger „Igel-Mama“ Nascha von der Mosel versorgt und aufgepäppelt. 

Auch Bianca Dirigl kam vor fast 11 Jahren über sie zur Igelhilfe. „200 Gramm leicht war der Grund, warum ich bei Minusgraden an der Haustür von Natascha von der Mosel klingelte, und auch für diesen kleinen hilflosen Kerl nahm sich Nascha alle Zeit der Welt“, so Bianca Dirigl.


Borstel - der erste Igel

„Ab da entwickelte sich eine Art Eigendynamik, die schnell mein Herz eroberte. Freunde und Bekannte riefen an, ob ich nicht noch einen Igel aufnehmen könnte. Plötzlich hatte ich fix sieben hilfsbedürftige Tiere. Im Jahr darauf waren es schon 15, die ich damals mit „Nascha“ von der Mosel aufpäppelte. Dieses kompromisslose, aufopfernde Leben für die Igel von Nascha, die ja selbst nicht mehr die Jüngste war, hat mich tief bewegt. Gemeinsam haben wir in dem einem Jahr 7 Igel und im Jahr drauf 15 verwaiste oder verletzte Tiere gemeinsam aufgepäppelt. Ich habe unglaublich viel von ihr gelernt, mir Fachbücher besorgt und Kurse besucht und kümmere mich seitdem mit freiwilligen Helfern um verletzte oder zu schwache Tiere. In der Natur sind sie hilflos. Der sichere Tod ist oft die Folge, wenn sie nicht gefunden und versorgt werden.“ 


Der Mähroboter ist für Gartenbesitzer eine große Erleichterung – für Igel, Kröten und andere nachtaktive Wildtiere inzwischen einer der gefährlichsten Feinde. „Die Menschen wissen oft einfach nicht, was sie mit dem Einsatz des Geräts in der Nacht anrichten. Schlimme Verletzungen und getötete Tiere sind die Folge, weil die Tiere gegen die Technik keine Chance haben“, erklärt Bianca. 


Schon lange hatten sich Tierschützer für ein Nachtfahrverbot der Mähroboter eingesetzt. 


Städte und Gemeinden in ganz Deutschland haben bereits mit entsprechenden Regeln reagiert. Dabei gelten Köln und Leipzig als Vorreiter, aber auch Göttingen, Mainz, Augsburg, München, Erfurt oder Magdeburg haben Vorschriften erlassen, die bei Nichteinhaltung hohe Geldstrafen mit sich bringen können. 


Die Stadt Regensburg hat nach einer erfolgreichen Petition Anfang des Jahres nachgezogen und Ende Mai, kam auch vom Landkreis Regensburg endlich eine Allgemeinverfügung, die den nächtlichen Einsatz der todbringenden Roboter unter Strafe stellt. 

Auch Bianca Dirigl und ihre Mitstreiter hatten schon lange dafür gekämpft und als GESUND in der Region ihr die gute Nachricht überbringen kann, reagiert sie erleichtert. „Gerade komme ich wieder mit sechs Igeln aus der Tierklinik. Drei davon wurden von Robotern schwer verletzt!“ 


Auch in Schwandorf und Amberg denkt man wohl über eine Regelung nach. Im Landkreis Cham haben Tierschützer bereits viele Unterschriften gesammelt und hoffen auch hier auf ein offizielles Nachtfahrverbot. Im Landkreis Kelheim gibt es das bisher nicht und auch der bayerische Landtag lehnt ein landesweites Verbot vorerst ab ... man hofft auf die Vernunft der Gartenbesitzer. Die Hoffnung stirbt zuletzt … bis zu einer praktikablen Regelung hoffentlich nicht auch noch Hunderte von Igelbabys. 

Braunbrustigel

Gerade zu Beginn des Sommers ist „Hauptsaison“ in der Kinderstube der stacheligen Tiere. Nur mit vielen engagierten Helfern und Pflegestellen wird Bianca Dirigl die Vielzahl der Notfälle bewältigen können, die jetzt wieder auf die Tierschützer zukommen. „Wie viele Igel tatsächlich überleben, haben wir alle in der Hand!“, sagt sie. „Besitzer der Mähroboter denken oft einfach nicht an die Auswirkungen. Das ist kein böser Wille, einfach nur Unwissen. Ruhig mal mit dem Nachbarn über die Problematik sprechen und wieder mehr Lebensraum schaffen mit unaufgeräumten Ecken neben dem „gschleckten“ englischen Rasen. So wenig, was so viel Änderung bringen kann!“


(C) Bianca Dirigl - Private Tierhilfe Regensburg

Achtsamer Umgang mit der Natur und den darin lebenden Tieren? Wär dringend nötig! Aber von wem lernen die Kids das heutzutage noch? Von Mister Google und Bianca Dirigl!


„Die Arbeit mit Kindern macht mir besondere Freude. In diversen Schulen und Kindergärten erzähle ich den Kleinen spannend verpackt vom Umgang mit den stacheligen Freunden. Auch Gartenbesitzern und Igel-Findern stehen wir immer gern mit Rat und Tat zur Seite, haben Tipps zu Hege, Fütterung und Aufzucht oder Ansiedlung unseres deutschen Braunbrust-Igels und helfen, wo es geht.“


Bianca Dirigl hat schon viel erleben müssen, aber etwas gibt es, das sie einfach nicht vergessen kann: „Ein durch einen Mähroboter schwer verletzter Igel, dessen Kopf bereits voller Maden war! Igel leiden normalerweise leise – dieser schrie ununterbrochen! Man kann sich vorstellen, welche Schmerzen das Tier ertragen musste. Das wird mir ewig in Erinnerung bleiben.“


Tun wir alle etwas, damit solche Erlebnisse bald der Vergangenheit angehören! Unterstützen kann man auch mit persönlichem Einsatz – Helfer oder Pflegestellen werden immer gesucht – oder einfach mit ein paar Euros für Medizin und Tierarztrechnungen. Gerade baut Bianca Dirigl auch an einer kleinen Igelstation und auch da ist jeder Cent wertvoll!


Igel

Jede Spende hilft! DANKE!


Wie wichtig die Arbeit solcher engagierter Menschen ist, dürfte klar sein, aber wir alle können die Welt der Igel etwas besser machen ... mit persönlichem Einsatz oder finanzieller Unterstützung. 


Spenden geht einfach über PayPal: 

         bianca_bd@gmx.de 


oder Sie schauen mal vorbei im Internet und erfahren mehr: 


www.igelschutzhilfe-regensburg.de

(C) Bianca Dirigl - Private Tierhilfe Regensburg