
1 von 4 Büchern gewinnen:
Cassandra Schiller
Kein Platz für Gewalt
Wenn Training Hunden Angst macht
Wo beginnt Gewalt?
Bei „Gewalt“ denken viele an Leinenruck, Würgehalsband, Tritte oder Schlimmeres. Doch Gewalt beginnt viel früher – in vielen kleinen Handlungen, die noch immer vielerorts als „Konsequenz“, „Notwendigkeit“ oder „natürlicher Umgang“ gelten. Sie findet statt, wenn wir unsere Hunde ignorieren, überfordern, körperlich begrenzen und auf Funktionalität reduzieren.
Auf Basis aktueller Forschung verbindet Kein Platz für Gewalt Verhaltensbiologie, Psychologie und Ethik zu einem neuen Verständnis von Hundetraining. Es beleuchtet die emotionale Welt unserer Hunde, erklärt, wie Lernen, Bindung und Stress zustande kommen und räumt mit hartnäckigen Mythen über Dominanz, Alpha-Theorien, „Balanced Training“ und viele weitere schädliche Praktiken auf. Dabei wird schnell klar: Wir scheitern nicht an mangelnder Durchsetzungskraft, sondern an fehlendem Wissen – über Hunde, ihre Körpersprache, die Folgen von Strafe, über die vielen Gesichter von Angst und über die Wichtigkeit des Sicherheitsgefühls.
Kein Platz für Gewalt fordert Traditionen heraus und zeigt, weshalb modernes Hundetraining nicht auf Kontrolle, sondern auf Beziehungsarbeit setzen muss. Es macht deutlich, weshalb das Wohlbefinden von Hunden immer an erster Stelle steht, und ist für alle, die Hunde besser verstehen und ihnen artgerecht mit Respekt und Liebe begegnen möchten – und die bereit sind, Training als das zu begreifen, was es sein sollte: ein Akt von Verantwortung, Vertrauen und gegenseitigem Sicherheitsgefühl.
Maria Rehberger
Kommunizieren, Konditionieren – und der ganze Rest
Hundetraining in Beziehung gesetzt
Die Aussage „Kommunizieren statt konditionieren“ ist in der Hundewelt in den letzten Jahren geradezu inflationär genutzt worden und soll suggerieren, dass Training über positive Verstärkung, sprich operante Konditionierung, eine „technische Dressur“ sei, die nicht zuverlässig funktioniere und einfach durch eine „artgerechte Kommunikation“ ersetzt werden soll. Die Verwirrung unter den Hundehaltern ist daher groß: Was ist „artgerecht“? Soll ich füttern oder nicht? Ist ein „bisschen Strafe“ doch einfach nötig? Ersetzt „Führungsstärke“ das Leckerli? Allerhöchste Zeit für eine Orientierungshilfe und Einordnung, findet Maria Rehberger.
So viel sei vorab verraten: Zu einem guten Leben mit Hund gehört eine ehrliche, feinfühlige Kommunikation ganz genauso wie ein sauberes, belohnungsbasiertes Konditionieren. Es geht nicht um ein „Entweder-Oder“. Wir brauchen beides. Und vor allem geht es auch um „den ganzen Rest“: um die individuellen Bedürfnisse von Hund und Mensch, um die enorm wichtigen Bereiche der körperlichen Gesundheit und der emotionalen Sicherheit, und um die tiefe, vertrauensvolle Bindung zwischen uns und unserem Vierbeiner.
Diese entsteht weder durch irgendeine „Methode“ noch durch Führungstechniken: Sie ist eine lebenslange Baustelle, eine fortlaufende Interaktion zwischen den beiden hochsozialen, fühlenden Lebewesen Hund und Mensch. Worauf es dabei ankommt, was leere Worthülsen sind und was wissenschaftlich betrachtet barer Unsinn ist, zeigt dieses Buch.
Endlich Klarheit in der hitzig geführten Methoden-Diskussion – hier erfährst du, was wirklich für ein entspanntes und erfülltes Zusammenleben mit deinem und wichtig ist Hund sich zudem noch stimmig für dich anfühlt.
Michael Moser
Das Gehirn an der Leine
Wie Neurobiologie, Emotion und Training zusammenwirken
„Das Gehirn an der Leine“ übersetzt die Sprache der Neurowissenschaften in die Praxis des Hundealltags. Im Zentrum steht das Scientific Canine System® (SCS), ein neurobiologisches Navigationssystem für Hundehalter*innen. Es bricht mit veralteten Labels wie „Ungehorsam“ oder „Dominanz“ und ersetzt sie durch ein tiefes Verständnis für die Prozesse im Cockpit (Gehirn) des Hundes.
Anstatt sich in Machtkämpfen oder reinem Bauchgefühl zu verlieren, lernen Leser:innen, als besonnene Fluglotsen das Erregungs-Management ihres Hundes zu übernehmen. Das Buch schlägt die Brücke zwischen harten Fakten (fMRTStudien, Hormonforschung, Neuroplastizität) und der emotionalen Realität an der Leine. Durch klar strukturierte Protokolle und ein kluges Energiemanagement im Cockpit wird Training zu einem Akt der biologischen Empathie – und das fundiert, alltagstauglich und konsequent gewaltfrei.
Dr. Sandra Foltin
Macht, Nähe, Gewalt
Der blinde Fleck im Umgang mit Hunden
Gewalt an Hunden, unseren engsten Begleitern, geschieht oft leise – verborgen im Alltag, verharmlost durch Gewohnheit, gerechtfertigt durch vermeintliche Notwendigkeit. Doch was sagt diese Gewalt über uns aus?
Dieses Buch wirft einen schonungslosen Blick auf ein verdrängtes Thema und nimmt uns mit auf eine tiefgehende, interdisziplinäre Spurensuche. Es zeigt, wie gesellschaftliche Normen, psychologische Muster und kulturelle Bilder dazu beitragen, dass Gewalt nicht nur entsteht, sondern als „normal“ erscheint. Hunde werden dabei zu stillen Leidtragenden – als Projektionsflächen für menschliche Ängste, Überforderung und Machtbedürfnisse.
Eindringlich und aufrüttelnd legt das Buch offen, wie Medien, Sprache und alltägliche Praktiken Gewalt verschleiern und legitimieren. Gleichzeitig ist es ein Appell: hinzusehen, Verantwortung zu übernehmen und den eigenen Umgang mit Tieren kritisch zu hinterfragen. Ein Buch, das berührt, irritiert und zum Umdenken bewegt – für eine Zukunft, in der Respekt und Empathie den Platz von Gewalt einnehmen.
Kynos Verlag
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Einsendeschluss: 17.11.2026
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