
Wie wollen wir im Alter leben und wohnen?
Diese Frage betrifft uns alle, ob wir an unsere eigene Zukunft, an Angehörige oder Nahestehende denken. Wollen wir nicht auch im Alter möglichst lange und möglichst selbstbestimmt und unabhängig wohnen – an dem Ort, der unser Zuhause ist?
ZU HAUSE DAHEIM
So ist der Titel einer bayernweiten Aktionswoche, mit der man Impulse und Informationsmöglichkeiten geben möchte zum selbstbestimmten Wohnen und Leben im Alter.
Mit den Aktionswochen möchte man Institutionen und engagierte Menschen unterstützen, die mit ihrer Arbeit helfen, diesen Wunsch nach selbstbestimmtem Leben und Wohnen im Alter erfüllen zu können. Vom 4. bis 24. Mai stellen sich Hilfsangebote und Projekte wie Wohnberatungsstellen vor und informieren, wie sich die eigenen vier Wände altersgerecht und sicher gestalten lassen.
Ulrike Scharf: „Helferkreise wie Nachbarschaftshilfen unterstützen ältere Menschen mit kleinen Handgriffen zuhause. Sozialen Anschluss bieten auch gemeinschaftsorientierte Wohnprojekte: Tür an Tür mit Gleichgesinnten leben, sich bei Bedarf gegenseitig helfen und gemeinsam Zeit verbringen. Immer mehr bayerische Kommunen haben zudem angefangen, ihre Quartiere – also die Gemeinde, Orts- oder Stadtteile – seniorengerecht zu gestalten. All das zeigt: Viele Wege führen zu dem Ziel, möglichst lange in der vertrauten Umgebung zu bleiben! Ein herzliches Dankeschön allen, die sich in irgendeiner Form engagieren, denn sie sorgen für ein gutes Leben im Alter – an dem Ort, an dem man sich am wohlsten fühlt: zuhause, daheim.“

Marianne Sägebrecht
vielfach ausgezeichnete Schauspielerin (u.a. Bayerischen Verdienstorden und Oberbayerischer Kulturpreis) wurde einem Millionenpublikum bekannt durch Filme wie „Out of Rosenheim“ und „Rosalie goes shopping“. Trotz ihres Alters bleibt sie weiterhin kreativ und aktiv! Heute konzentriert sie sich verstärkt auf ihre Naturverbundenheit, ihren Garten und Kräuter und verbindet ihre künstlerische Tätigkeit mit einem tiefen Lebenssinn, stark von Natur, Spiritualität und dem Schreiben geprägt. Ihr bisher persönlichstes Buch „Ich umarme den Tod mit meinem Leben“ erschien bei Penguin. Marianne Sägebrecht ist nach wie vor sehr engagiert und Botschafterin der Aktionswochen 2026.

Wir möchten Ihnen hier zusammen mit starken Partnern aus der Region die unterschiedlichen Möglichkeiten aufzeigen, von der Pflege in einem Altenheim für Menschen, die intensivere Betreuung benötigen und sich so dort einfach auch sicherer fühlen, bis zur Pflegeunterstützung zu Hause, in den eigenen vier Wänden, in der gewohnten Umgebung.
Dank moderner Medizin werden Menschen immer älter. Die meisten von ihnen haben einen großen Wunsch: Sie möchten selbstbestimmt diesen Lebensabschnitt erleben, möglichst zuhause und möglichst gut versorgt.
„Solang uns das nicht direkt betrifft, verdrängen wir das Thema meistens. Doch wenn die Krise eintrifft und ein Elternteil oder der eigene Partner pflegebedürftig wird, sind wir gefordert, manchmal auch, um für einen anderen Menschen lebensverändernde Entscheidungen zu treffen“, schreibt Christina Käßhöfer und nimmt uns mit auf ihre persönliche Reise durch das deutsche Pflegesystem – ein System, das Angehörige fordert und überfordert. Seit vielen Jahren kümmert sie sich gemeinsam mit ihrer Mutter um ihren an Parkinson erkrankten Vater, navigiert durch einen undurchsichtigen Dschungel aus Anträgen, Pflegegraden, Pflegealltag und der Suche nach guten Pflegefachkräften. Dabei stößt sie an ihre eigenen Grenzen – körperlich, mental und finanziell.
Das Buch, das Sie lesen sollten, wenn Ihre Liebsten Sie brauchen

PLÖTZLICH PFLEGE
von Christina Käßhöfer
– ein ehrlicher, kraftspendender Wegweiser für alle, die sich in der Pflege ihrer Liebsten wiederfinden und vorbereitet sein wollen.
Knaur Verlag
ISBN: 978-3-426-56328-1
CARITAS Regensburg:

Der Caritasverband für die Diözese Regensburg e. V. ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für Menschen in Not in der Region engagiert. Mit mehr als 900 sozialen Diensten, Einrichtungen und Projekten bietet die Caritas ein dichtes Netz an Unterstützungsmöglichkeiten. Dazu zählen Beratungsangebote, Kindertagesstätten, Alten- und Pflegeheime, Sozialstationen sowie Krankenhäuser. Jährlich erreicht der Verband rund 350.000 Menschen und setzt sich mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden für eine solidarische Gesellschaft ein. Ziel ist es, Menschen in schwierigen Lebenssituationen kompetent zu begleiten und konkrete Hilfe anzubieten.
Eine zentrale Anlaufstelle ist die Allgemeine Sozialberatung. Wenn persönliche Krisen, finanzielle Probleme oder familiäre Belastungen das Leben aus dem Gleichgewicht bringen, bietet sie Orientierung und erste Unterstützung. In vertraulichen Gesprächen werden individuelle Problemlagen analysiert, Lösungswege aufgezeigt und bei Bedarf Kontakte zu spezialisierten Fachdiensten vermittelt, etwa zur Schuldner-, Migrations-, Sucht- oder Schwangerschaftsberatung. Die Angebote können auf Wunsch anonym in Anspruch genommen werden und schaffen so einen geschützten Raum für Ratsuchende.
Schwangerschaftsberatung in der Diözese Regensburg
Zur individuellen Beratung bietet die Caritas auch Workshops und Kurse an – von Informationsveranstaltungen rund um Schwangerschaft und Geburt bis hin zu praxisnahen Angeboten zur Stärkung elterlicher Kompetenzen. Damit schafft man ergänzend zur persönlichen Begleitung verlässliche Räume für Austausch, Orientierung und gegenseitige Unterstützung.

Ein weiterer Schwerpunkt – Kinderbetreuung.
Im Bistum Regensburg tragen rund 350 katholische Kindertageseinrichtungen maßgeblich zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Sie verstehen sich jedoch nicht nur als Betreuungsorte, sondern als Bildungsräume, in denen Kinder ganzheitlich gefördert werden. Neben der frühkindlichen Entwicklung spielt auch die Vermittlung christlicher Werte eine wichtige Rolle. Damit leisten die Einrichtungen einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und sozialen Kompetenz der Kinder.

Grün in die Pflegezukunft: Regional einkaufen, Gemüse anbauen, Energie sparen – das Caritas Alten- und Pflegeheim St. Wolfgang in Essenbach stellt die Weichen für eine nachhaltige Zukunft und ist so ein Anwärter für das kirchliche Umweltzertifikat „Grüner Gockel“.
Caritas - Intensives Engagement
Durch die Offene Behindertenarbeit werden Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung ermöglicht, Vorurteile abgebaut und gesellschaftliche Teilhabe gefördert.
Angesichts der steigenden Lebenserwartung gewinnt auch die Altenhilfe zunehmend an Bedeutung. Die Caritas hat hierzu verschiedenste Angebote, immer an den individuellen Bedürfnissen älterer Menschen orientiert. So steht nicht nur die pflegerische Versorgung im Vordergrund, sondern ein ganzheitliches Verständnis vom Alter als wertvolle Lebensphase. Selbstbestimmung, Würde und Lebensqualität sollen möglichst lange erhalten bleiben, zugleich wird verlässliche Unterstützung gewährleistet, wenn sie notwendig wird.
So lange wie möglich Daheim
Diesen Wunsch der meisten alten Menschen unterstützt die Caritas mit der offenen Altenhilfe für aktive Seniorinnen und Senioren und den ambulanten Diensten der häuslichen Pflege. Rund 60 Pflegedienste und Sozialstationen betreuen im Bistum Regensburg etwa 8.000 Kundinnen und Kunden.
Pflegefachkräfte und qualifizierte Pflegehilfskräfte arbeiten eng zusammen und sind rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, erreichbar. In Kooperation mit Ärzten, Apotheken, Kranken- und Sanitätshäusern sowie Pflege- und Krankenkassen wird eine umfassende Versorgung sichergestellt. Für Menschen mit höherem Pflegebedarf stehen insgesamt 46 Alten- und Pflegeheime zur Verfügung. Dort finden Bewohnerinnen und Bewohner Sicherheit, Gemeinschaft und professionelle Betreuung. Auch bei Demenzerkrankungen sorgen speziell geschulte Fachkräfte für eine einfühlsame Begleitung. Insgesamt verfolgt die Caritas das Ziel, Menschen in allen Lebensphasen zu unterstützen, Teilhabe zu ermöglichen und ein würdevolles Leben zu fördern.

Wohlfühlen im Alten- und Pflegeheim in Regenstauf
Stationsleiterin Sylvia Waletzko geht mit einer Bewohnerin im Garten spazieren. Zwischen blühenden Beeten und schattenspendenden Bäumen entsteht Raum für persönliche Gespräche, Erinnerungen und ein herzliches Lächeln.
Johanniter Regensburg:

BRK Regensburg:

Ostbayern in guten, helfenden Händen
Wir kennen das Rote Kreuz von Einsätzen bei Unfällen des Rettungsdienstes, der beispielsweise den Nachbarn schnell in ein Krankenhaus bringt. Die Geschichte des BRK und der Umgebung ist mehr als 150 Jahre alt.
Auch heute noch sind Mitarbeiter täglich damit beschäftigt, Menschen das Leben leichter und schöner zu machen. Das Bayerische Rote Kreuz als moderne, lebensnahe Organisation bietet längst fortschrittlichste Unterstützung in verschiedensten Bereichen. Kindgerechte pädagogische Betreuung gibt’s z. B. in den vielen Kitas des BRK wie in Sinzing, Nittendorf, Hemau, Thalmassing und vielen weiteren Gemeinden sowie in der Stadt Regensburg. Auch beim großen Wunsch, das Alter gut versorgt genießen zu können, unterstützt das Rote Kreuz in unserer Gegend tatkräftig.

Selbstbestimmtes Leben im Alter – so geht es sicher!
Kompetente Teams finden nach persönlicher Beratung immer die ganz individuelle Lösung. Sie benötigen eine regelmäßige Betreuung oder Versorgung, sind durch ein Handicap eingeschränkt? Wann immer Hilfe benötigt wird, ist das BRK ein starker Partner. Die Ambulanten Pflegedienste kümmern sich um die medizinische Hilfe und selbst bei der Versorgung chronischer Wunden hat das lokale Rote Kreuz seine Experten. Zudem gibt es vom BRK in der Region auch einige Seniorenzentren, wie in Regensburg, Köfering oder Regenstauf. Und seit diesem Frühjahr ganz neu: eine weitere BRK Tagespflege:
Die „Oase zum Schönberg“ in Wenzenbach
Dieses neue Haus des BRK ist ein echter Gewinn für die Bevölkerung im Landkreis Regensburg. Ulrich Hirmer, Referatsleiter „ambulante und teilstationäre Pflege“ des Regensburger Roten Kreuzes: „Die Senior*innen kommen jeden Tag her oder werden abgeholt, und nach einem schönen, erlebnisreichen Tag mit Gleichgesinnten und fachlicher Betreuung geht’s wieder nach Hause in die wohligen vier Wände! Immer wieder hören wir von Verwandten, dass die Gäste unserer Tagespflege plötzlich wie ausgewechselt sind und freudig von dem erzählen, was sie in der Einrichtung beim gemeinsamen Basteln, Backen oder auch Kartenspielen erlebt haben.“
Viele andere Ideen werden sicher noch von einem erfahrenen Team mit viel Herzblut, Leidenschaft und Ausdauer umgesetzt, denn „Gemeinsam im Alter“ – das tut offensichtlich auch der Seele gut. „Daher sei auch der Begriff ‚Oase‘ abgeleitet“, so Hirmer. Er freut sich mit dem BRK auch über den Mehrwert des generationsübergreifenden Projekts, denn die Tagespflege befindet sich zusammen mit dem Kinderhaus auf einem Grundstück. Wer weiß, welch schöne Momente dadurch noch zustande kommen! Barrierefrei bietet die Tagespflege Oase zum Schönberg Wenzenbach auf 350 Quadratmetern Platz für knapp 20 Senior*innen.
Wie sagt man doch so schön: „Dahoam ist eben doch Dahoam“ und dieses neue Projekt ist die perfekte Ergänzung zum Wohlfühlen daheim! Doch sollte man sich schnellstens einen Platz sichern in der BRK Tagespflege „Oase zum Schönberg“, Tel.:
0941-79605-1460.

Informationen und Beratung zu allen Angeboten gibt’s bequem auf der Homepage des Roten Kreuzes in der Region unter www.brk-regensburg.de.
Malteser Cham:

In großer Not nie mehr allein
Die Idee ist alles andere als neu, aber immer noch wissen viele Ostbayern scheinbar nicht, wie einfach, praktisch und beruhigend die Sache mit dem Hausnotruf ist!
Einerseits möchte man als alter Mensch so lange wie möglich selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben, aber andererseits ist die Angst bei Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen groß: … ich, wenn umfall’, nicht mehr hochkomm’ und dann ist keiner da und hört mich …
Genau für solche Notsituationen gibt es von den Maltesern Cham seit einigen Jahren den Hausnotruf. Die Idee ermöglicht es Senioren oder kranken Menschen auf einfachste Weise auf sich aufmerksam zu machen und wichtige Hilfe zu rufen. Mit einem Druckknopf, den man bequem als Arm- oder Halsband immer bei sich hat, wird eine Sprechverbindung zu einer Notrufzentrale hergestellt, die rund um die Uhr besetzt ist. Dort wurden schon vorab Daten hinterlegt und man weiß im Fall der Fälle, ob Nachbarn, Familienangehörige oder der Notarzt zu rufen sind.

Den mobilen Hausnotruf wird es bei den Maltesern Cham dieses Jahr auch für unterwegs geben und sorgt dann für dieses gute Gefühl der Sicherheit – für die Nutzer, aber auch deren Angehörige. Mit den Maltesern ist der Mensch in besten Händen!
Der Hausnotruf – geht auch kostenlos!
Ab einem anerkannten Pflegegrad 1 übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen die Pflegekasse die Kosten!
David Brandl weiß alles über diese praktische Einrichtung. Informieren Sie sich völlig unverbindlich über den Knopf, der große Sicherheit gibt.
Telefonisch:
09971-8974061 oder bequem per Mail
david.brandl@malteser.org







